im Schimmerlicht
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Wo bist du? (18.08.2001)

Überall sehe ich Linien,
die Linien eines Körpers,
die Linien einer Zeichnung,
die Linien meiner Schrift.

Mit den Fingerspitzen fahre
Ich die Linien entlang,
die Linien auf meiner Hand,
die Risse in der Rinde eines Baumes,
sie alle führen mich zu dir.

Am Ende jeder Linie stehst immer du.
Wo bist du?
Weit weit weg
Der Himmel über mir
Ist der Himmel über dir
Und doch zerrt an uns
Die unendliche Weite.

Ich vermisse dich.
Vermisse deine Nähe.
Vermisse dein Gesicht.
Vermisse deine Stimme.
Vermisse deine Lebendigkeit.

Ich will zu dir,
will nicht hier bleiben,
hier, im Land der grauen Schatten





Sehnsucht (18.08.2001)

Am Fenster sitzend
Schaue ich hinaus
In den blauen Himmel
Der Himmel über mir
Ist der Himmel über dir

Die Sonne
Wärmt meine Hände
Wie eine sanfte Berührung
Die sonne die mich wärmt
Ist die sonne die dich wärmt

Eine Träne kitzelt meine Wange
Meine Träne
Sie ist für dich
Denn du bist so weit weg.

Die Möwen fliegen am blauen Himmel,
fast golden von der wärmenden Sonne,
ihre Kreise,
kreischen, schweben, fliegen.

Ich rufe ihnen zu:
Leiht mir eure Flügel!
Zeigt mir wie man fliegt!
Zeigt mir den Weg am Himmel,
bringt mich dorthin, dort wo mein Herz gefangen ist.

Die Sonne versinkt.
Die Schreie der Möwen verstummen
Sind alle fort.
Ich sitz am Fenster.
Erstarrt im Sehnen.

Die Sterne über mir
Sind die Sterne über dir.
In jedem spiegelt sich dein Gesicht.





Kontrast (18.08.2001)

Zuhause.
Musik. Hausaufgaben.
Sinnloses Beschäftigen.
Ein Freund ruft an.
Sinnloses Gespräch.
Essen. Trinken.
Keine Freude, kein Geschmack.
Nur Zweckerfüllung.
In die Stadt.
Menschen, zu viele Menschen.
Schnell, schnell.
Drängeln.
Suchen, Kaufen.
Schnell zum Bus.
Zuhause.
Ein Freund ist da.
Unglückliches Gelächter.
Sinnlose Fröhlichkeit.
Wieder allein.
Ins Internet.
Warten, hoffen.
Ich schließe die Augen.

Der flackernde Schein,
des Feuers herrscht in der
Dunkelheit dahinter.
Ich sehe dich,
dein Gesicht so wunderbar warm
überflutet von dem Schein des Feuers.
Deine Augen so dunkel.
Dein Lachen so echt.
Deine Blicke so warm.
Me gustas tu.
Das Lied,
die Melodie durchflutet mich,
Etwas in mir ist plötzlich frei.
Ich fühle mich leicht, so leicht.
Ich muss Lachen.
Ich fühle mich warm, so warm.
Ich lebe!


Das Signal.
Ich öffne die Augen
Da bist du.
Gesprächig wie immer.
Ein kleiner Kasten
Auf meinem Monitor
Ich schreibe dir
Du antwortest
Ich bin froh.
Doch glücklich bin ich nicht.
Ich vermisse dich dabei so sehr.
Das was du wirklich bist.
Und deine Nähe.




Worte (18.08.2001)

Was sind Worte?
...sind nur leere Hüllen,
sind nur tote Zeichen...
Was sind Sätze?
...sind nur leere Phrasen,
sind leblose Gerüste...

Wie kann ich dich erreichen,
mit Worten? Sätzen?
Mit einem Gedicht?
Ich denke nicht.

Ich fühle, was ich will,
doch ich versteh es nicht.
Nicht im Verstand.
Nicht mit Worten,
nicht mit Sätzen.

Ich liebe dich.
So heisst es doch.
Drei Worte
Für millionen Menschen
Etwas so Gewöhnliches
Für dich?
Niemals!

Du bist in meinem Herz,
bist ein Teil von mir,
fest mit meinem Ich verwachsen.
Und doch bist du frei
und mir so fremd,
so unverständlich,
unbeständig,
leicht vergänglich.

Ich möchte die See mit dir vergleichen,
den blauen Himmel,
Sonne, Mond und Sterne
All die Dinge, die mir lieb sind
Doch du bist unvergleichlich einzigartig.
Du raubst mir den Atem
Und die Sinne
Und schenkst mir im nächsten Moment
Ein Leben, das Leben, mein Leben.

Unwissend bist du,
siehst nicht, wer du bist und was du tust.
Fühlst nicht, was ich fühle.
Und doch macht gerade das
Den Zauber aus





Wenn ich dich doch liebe (02.12.2001)

Und wenn ich dich doch liebe?
Wenn ich dich liebe und immer mehr liebe
und nicht damit aufhören kann?
Wenn mein Herz schneller schlägt,
wenn ich dich sehe,
deine Stimme höre,
oder einfach an dich denke?
Was dann? Sag es mir bitte!
Halt mich fest,
ich falle
falle so tief wie niemals zuvor...
Halt mich fest und lass mich
Nicht los, bevor ich wieder
spüre, dass ich hier bin, da bin,
dass ich ich bin und dich liebe.

Und was, wenn die Bäume lügen?
Was, wenn ich dich doch liebe?
Was, wenn der Himmel blau ist,
aber nicht frei?
Was, wenn ich dich doch brauche,
was wenn? Was ist dann,
sprich mit mir!
Soll ich denn die Wahrheit sagen?
Die Wahrheit? Oh gott verdammt,
es gibt sie nicht.
Es gibt nicht eine Wahrheit
sondern viele,
eine ist meine,
eine ist deine,
unsere gibt es nicht,
wird’s wohl niemals geben.

Worte, so hart? Warum nur?

Und doch, ich liebe dich!
Ich will nicht damit aufhören,
kann nicht,
sag du auf wiedersehen
und schon bin ich fort,
sag du mir, lass mich in ruh
und schon verschwinde ich aus deinem leben,
war niemals wirklich drin.
Sag du mir, was ich tun soll,
doch lass mich nicht,
lass mich nicht so stehen,
so im regen stehen,
so alleine,
die hände voller Rosenblüten
Rosenblüten die verwelken,
sterben, wie ich ohne dich.

Und was, wenn ich dich dennoch liebe?
Was, wenn es einfach so ist?





(06.03.2002)

Eine graue impression geht mir durch den kopf.
Das bist du...
Eine graue impression, direkt in meinem kopf,
doch verschwommen,
beinah am verschwinden,
weit weg
nicht greifbar,
nicht fühlbar,
nur eine impression, erahnbar... bist du das?





Einsamkeit (04.05.2002)

Warum kommt sie so unverhofft,
die Einsamkeit?
Warum trifft sie mich so hart,
die Einsamkeit?

Mitten durch mich durch fährt sie,
gleich einem Blitz
Fährt unter meine Haut,
gleich einem Messer, das mich häuten will.

Doch hinterlässt sie keine Spuren,
keine, die man sehen kann.
Nur ich fühle, wie ich mich löse,
auflöse, aus mir selbst herauslöse,
schwebe, in der Dunkelheit.

Niemand wird es verstehen,
außer dem, der in meinen Augen zu lesen vermag
außer dem, der meiner Stimme lauscht,
und nicht nur den Worten die ich sage.

Meine Gefühle finden keinen Halt mehr.
Sie rutschen ab, langsam erst.
Immer schneller fallen sie
fallen in den unendlichen Abgrund unter allem.

Einsamkeit führt zu Verzweiflung.
Verzweiflung zu Wahnsinn.
Wahnsinn in den Tod.
Wo bin ich jetzt?





(04.05.2002)

Wish you were here.

Wish you were here.
Geflüsterte Worte in der unendlichen Weite
Des Leidens.
Wish you were here.
Der Hauch des Lebens in der Einsamkeit der Stille.

Ich weiß nicht wo du bist.
Ich weiß nicht wer du bist.
Ich kann dich nicht sehen denn ich bin blind.
Ich kann dich nicht hören denn ich bin taub.
Ich kann dich nicht rufen den ich bin stumm.

Aber ich brauche deine Berührung,
denn sie kann mich heilen.

Wish you were here.
In mir wiederklingende Sehnsucht.
Wish you were here.
Fast wie Hohn klingt der Schrei der Einsamkeit,
der mich durchbricht.
Fast Zynisch fühlen sich die Worte an,
die immer wiederkehrend,
aus mir heraus geboren werden.
In jeder Sekunde der gleiche Wunsch.
Geboren aus der Sehnsucht nach dem Glück.


"Sturm und Drang" (09.06.2002)

Ist’s Verzweiflung, die ich fühle?
Fühle ich nicht mein Herz schneller und härter schlagen
Wenn meine Gedanken zu dir schweifen?
Ist es Angst, die ich habe?
Ich fühle wie sich mein Herz zusammenzieht, meine Seele schreit
Bei dem Gedanken ich könnte dich verlieren.

Deine Augen so wach und im Sonnenlicht glänzend.
Deine Stimme so weich und samtig, meine Ohren umschmeichelnd.
Deine Haut so warm, deine Umarmung so zärtlich.
Würde es mich doch zerreissen, wenn all dies für immer verloren,
wenn all dies versinken würde im Nebel der Vergessenheit.

Sturm der Lust,
in deinen Armen liegend,
Feuer deines Atems,
brennt auf meiner Haut,
brennt in meiner Seele.

Doch das erste Morgengrauen bringt nur Schmerz,
meine Hände fassen zaghaft nach dir,
und wo du sein sollst ist nur Leere,
Und meine Hände fallen, fliegen, durch die Leere
Suchen dich. Die Schatten überfallen meine Seele.

Nun verdichten sich die Schatten um mein bedrängtes Herz
Verzweiflung ist’s die mich im Griff hält.
Verzweiflung ist’s die mich nicht atmen lässt.
Die Flammen der Verzweiflung wollen mich verzehren.
Der Tod scheint nah. Mein Bruder.

Versunken im Traum, noch ein letztes Mal
An mir vorbei ziehn Ströme wundersamer Stunden, mit dir verbracht.
Und wie ein Band aus Stahl liegt mir die Wahrheit um den Hals.
Ziehend! Drückend! Bis mein Bewußtsein schwindet.
Um mich herum die Dunkelheit,
kein Licht. Du bist nicht hier.


Die Schwere Last (30.06.2002)

Ich versuche mich zu rühren,
doch es gelingt mir nicht.
Versuche meine Augen aufzuschlagen,
doch ich kann es nicht.

Ich höre deine Stimme nicht,
fühle deine Hände nicht.
Du bist wohl fort.

Auf meinen Schultern ruht
Die Last der Verantwortung,
die Last der Liebe
Das Los der Verzweifelten
Umgibt mich und hält mich
Mit festem Griff gefangen.

Ich höre deine Stimme nicht!
Ich fühle deine Hände nicht!
Bist du fort?

Ich versuche meinen Mund zu öffnen
Will schreien, dich rufen,
doch es gelingt mir nicht.
Ich versuche mich zu rühren,
doch ich kann es nicht.

Die Last die auf meiner Seele ruht
Zieht mich zu Boden
Drückt mich fest auf den Untergrund
Und lässt mich nicht frei.

Lass mich frei, lass mich frei, lass mich...
Stummes Murmeln meiner Selbst.
Doch wird es nicht helfen, niemals.
Zu fest sind meine Fesseln.


Der Fluss der längst vergangnen Tage (01.07.2002)

Flüsse längst vergangner Tage
Strömen durch mein kaltes Herz.
In ihnen schwimmt ein Teil von mir
Mein längst vergangnes Ich.
Und ich weine.

Lachen dringt an mein Ohr
Das Lachen der Kinder die niemals einsam sind.
Sie spielen gemeinsam ihr endloses Spiel
Am Ufer des Flusses der längst vergangnen Tage.
Und ich weine.

Der Fluss trägt eine Melodie mit sich
Das Lied von Leben und Tod
Es hat mich einmal stark berührt
Einst konnte ich es verstehen.
Doch nun weine ich.

Wieviele Tage werden noch so vergehen,
wie viele Tage im Dunst des Nebels,
der mein Zuhause wurde
fernab vom Flusse der längst vergangnen Tage.
Wie lange werde ich noch weinen?


Flügel (03.07.2002)

Flügel heben mich in die Luft
Weiße Flügel aus Angst und Mut.
Worte sind sie
Worte tragen meinen Geist
In die Höhe,
In die Tiefe.

Ich beginne zu sprechen...
Meine Stimme verschmilzt mit der Welt
Fließt durch die Luft
Verschwindet im Nichts
Und auf einmal dreht sich die Welt mir zu,
blickt mich böse an,
da meine Stimme sie berührte
und sie nicht berührt werden will.
Nun hasst sie mich
Und stößt mich fort
Lässt mich allein und
Nimmt mir meine Luft,
nimmt mir die Liebe.

So liege ich unverstehend im Nichts.
Allein.
Es war ein Fehler, doch...
Wo bleibt die Verzeihung?
Wo ist die Hoffnung hinverschwunden?
Meine Gedanken werden zu meinen einzigen Freunden
Und dennoch sind sie meine einzigen Feinde.
Denn sonst existiert nichts.

Und wieder erhebe ich meine Stimme,
beginne
zu singen,
laut und klar,
die traurige Melodie des Alleinseins.
Niemand hört mich,
niemand stört mich,
Nur meine Gedanken tanzen dazu
Den Tanz des Wahnsinns.

„Hilf mir“ flüstert eine Stimme in meinem Kopf
„Hilf mir“ quälend leis doch deutlich
Wer spricht zu mir?
Ich kann dir nicht helfen, ich bin allein!
Schreit mein ich dem Flüstern entgegen.
Und Schmerz durchzuckt mich
Ich kann nicht mehr helfen.
Ich helfe mir selbst nicht mehr.
Und auch kein andrer wird es tun.


Freundschaft (03.07.2002)

Wenn du fort bist,
werde ich auf dich warten,
denn ich weiss,
dass du immer gewartet hast,
wenn ich fort war.

Und wenn du fort bist und ich an dich denke,
dann weiss ich, das auch du mich nicht vergisst.

Das Geheimnis jeder Freundschaft
Liegt im Glück.
Und das Glück liegt im Vertrauen,
in der Vertrautheit,
die unsere Freundschaft ausmacht.


Licht (15.11.2002)

Warme Wellen fluten mein Herz.
Licht durchströmt mich.
Es bricht aus meinem Inneren hervor
Und wie kleine zarte Splitter
Strahlt es aus mir und fällt
Wie glitzender Staub
Auf meine Haut und auf mein Herz zurück.

Und alles wird ganz warm.


Deine grünen Hände (30.01.2003)

Ich bin allein und schaue mich um.
Wo bin ich?
Da sehe ich dich und du drehst dich um
und lächelst mich an.
Und deine grünen Hände bewegen sich nicht.

Um uns herum verschwindet die Welt in der Dunkelheit
die Sonne scheint,
doch ihre Strahlen sind so kalt.
Wie Nadeln aus Eis.
Ich schlafe, träume.
Die Eisnadeln durchbohren mich
und dringen in mein tiefstes Inneres.
Und deine grünen Hände bleiben bewegungslos liegen.

‚Hilf mir‘
flüster ich. ‚Ich habe Angst.‘
‚Siehst du den Schatten dort?‘
‚Er trägt eine Krone‘
‚Er greift nach mir!‘
Du nickst stumm.
Doch deine grünen Hände rühren sich nicht vom Fleck.

‚Nun hilf mir doch!‘
schreie ich
Blut und Eis bedecken mein träumendes Gesicht.
Siehst du denn nicht,
dass die Bäume ihre Blätter verlieren,
dass die Engel sterbend fallen?
Siehst du nicht, dass das Gift der Schlange
alles zerfrisst?
Alles ist so furchtbar kalt.
Auch meine eigene, splitternde Stimme.
Dein Gesicht ist ganz blass
und du weinst.
Doch höhnisch scheinen deine grünen Hände zu lachen
denn sie bewegen sich nicht,
sie bleiben ganz still.

Und jetzt erst sehe ich
die Fessel, die sie hält.
Und als ich sie endlich löse,
fangen mich deine goldenen Augen ein,
halten mich fest und lassen mich nicht los.
Und die Sonne wärmt meine unverletzte Haut.
Über uns raschelt das Laub der Bäume im Wind
und in meinen Nacken haucht ein Engel seinen Kuss.

Und deine grünen Hände
fliegen befreit durch die Luft.
fröhlich tanzend
vertreiben sie den dunklen Schatten.
Die Krone fällt neben uns ins nasse Gras,
glitzert unschuldig in der Sonne.
Wir schauen uns an,
müssen lachen,
schon ist die Angst vergessen.
Unsere Augen halten sich fest
und deine grünen Hände berühren mich.


Schwindel (04.04.2003)

Wo gehe ich hin,
Wo komme ich her?
Wo treffe ich dich,
Wo verliere ich dich?

Wann habe ich mich selbst verloren?

Wie schaffen wir es, diesen Kreislauf auszuhalten,
ohne dass uns fürchterlich schwindelig wird?

Es dreht sich und dreht sich,
wir drehen uns mit,
weil wir fallen würden,
davongeschleudert würden,
würden wir auch nur eine Sekunde innehalten.

Dennoch sehnen wir uns nach dem innehalten.
Nach dem Stehenbleiben.
Dem Ausruhen.
Dem unendlichen Moment.

Wir denken, der Tod
Wäre dieser unendliche Augenblick.
Doch es stimmt nicht.
Auch nach dem Tod dreht sich alles
Für immer weiter. Es hört nie auf.

Wir sind gefangen in einer endlosen Spirale.


Allein (04.04.2003)

Allein.
Stillstand.
Katzenaugen.
Allein.
Weitergehn.
Katzenzunge.
Allein.
Trauerränder.
Augenblicke.

Wenn du mich berühren würdest...

Allein.
Traum.
Angst.
Wirklichkeit.
Angst.
Wahrheit.
Angst.
Allein.
Stillstand.
Augenblicke.
Allein.

Wenn du mich berühren könntest...

Allein.
Mit mir.
Ohne mich.
Allein.
Ohne dich.
Allein.

Wellen.
Meer.
Trost.
Wiese.
Sand.
Bäume.
Wind.
Trauer.
Tränen.
Trost?

Allein.

Wenn du mich berühren wolltest...

Allein.
Hoffnung?
Allein.


Unendlich weit (19.05.2003)

Unendlich weit
Ist die Welt
Unendlich weit
Ist die Einsamkeit
Unendlich weit
Ist die Angst
Unendlich weit
Ist die Dunkelheit
Unendlich weit
Ist die Leere
Unendlich weit
Ist alles was ist und alles was war
Ist alles was Geist ist und alles was Körper ist

Nur einen Wimpernschlag lang
Dauert die Liebe


Und wieder einmal allein (19.05.2003)

Und wieder einmal
Allein. Gänzlich allein
Innen, wie aussen.

Zwar in Bewegung
Sogar in Berührung
Doch immer ganz und gar allein.

Wie ein dunkler gang.... an den seiten die schatten....die schatten, die menschen sind.... nur schatten an schattenwänden für mich.... wie etwas das für immer ausserhalb ist und nie zu mir vordringen wird..... meine gedanken.... wie sklaven, sklaven meines seins, sklaven meiner phantasie, sklaven meiner gefühle..... und etwas verletzliches... ganz im innern.... was nur so furchtbar verletzlich ist, weil es zu gut geschützt ist.... unfreiwilliger schutz.... schutz vor dem leben, das leben, das doch eigentlich gelebt werden will.....


(19.06.2003)

Ich verlier mich in der Welt
Und die Welt verliert sich in mir
Verlier mich selbst, deinetwegen
Doch was bedeutet es dir?
Verliere dich, meinetwegen
Und was bedeutet es mir?
Ich verliere die Bedeutung der Wahrheit,
die Wahrheit verliert sich im Leben,
unsertwegen,
und wenn alle Wege in den Verlust führen,
finden wir uns dort wieder?


Von oben, von unten (29.06.2003)

Von oben kommt alles,
es fällt auf mich drauf,
begräbt mich unter sich,
ich bekomme keine Luft...

Von unten kommt alles,
es hebt mich in die Höhe,
reisst mich von der Erde los,
ich bekomme keine Luft...

Von oben drückt es
Von unten presst es
Ich bin dazwischen,
verloren.

Von allen Seiten kommt es zu mir,
rast auf mich zu,
trifft mich, trifft mich,
immer wieder,
ich bekomme keine Luft!

Haltlos,
wurzellos,
uferlos,
unendlich,
verletzt,
allein,
allein,
allein,
für immer gefangen,
für immer gestorben,
für immer

Wenn es mich doch nur frei liesse!


Der Duft nach Pizza (05.08.2003)

Der Duft nach Pizza.
Schmeichelnde Musik, glücklich und warm.
Dunkelheit als schützender Schleier um mich herum.
Sanfte Gedanken an dich.

Bald fährst du los.
Bald spürst du den Kitzel des Abenteuers
in jeder Faser deines Körpers.
Wie gerne wäre ich bei dir.
Aber ich konnte nur tun, was möglich war.
Ich konnte nur ja sagen.
Und dir Zigaretten und Blicke geben.

Der Duft nach Pizza
Und der Hunger im Innern, ganz tief drin
Der Hunger nach Jemandem
Der mir einen Sinn gibt
Und mich hält.

Warme, gute Musik.
Warme Worte, warme Töne.
Und eine Stille in mir,
fließt von der Dunkelheit in mein Herz
Ruhe, Stillstand, Moment des Glücks.
Und der Duft nach Pizza.


Für alle, die mich verletzen (29.08.2003)

Wer mich verletzt,
der tötet.
Wer mich verletzt,
zerstört.

Wer mich verletzt,
der kann mich nicht mehr heilen.
Wer mich verletzt,
hat mich verloren.

Wer mich verletzt,
den liebe ich dennoch.
Wer mich verletzt,
ist fest in meinem Herz.

Wer mich verletzt,
der brauch mich nicht mehr suchen,
wer mich verletzt,
der wird mich nicht mehr finden,
doch immer, immer wird er in mir weiterbrennen
und töten,
zerstören
was hätte sein können und doch nie war,
die Frucht des Unbekannten,
die Qual der Phantasie.


fühle... (02.09.2003)

fühle....
für dich
fühle dich
für dich
fühle....
fühle ich?

Was fühle ich für dich....
fühle ich mich....
für dich?
Ich kann mich nicht mehr fühlen....
Und wer fühlt für mich?

Fühle ich?
Was.... soll ich fühlen
Was.... kann ich fühlen
Was.... will ich fühlen?

Will ich fühlen?

Ich fühle dich in jedem Atemzug
So nah
Fühle ich dich
Fühle dich nicht
Mehr
Nur so viel Atem
Auf meinen Lippen
Der mir sagt
Dass ich dich fühlen will

So vertraut
Das Gefühl
Dich nicht zu fühlen
So angstvoll
Der Gedanke
Dich nicht zu fühlen
Dich nicht zu kennen

Dich nicht lieben zu dürfen

Fühle...
Mich so allein
Fühle....
Dich so weit fort
Fühle...
Mich so müde
Für immer
Müde
So leer
Ohne dich
Und ohne das Fühlen
Für dich
Und immer für dich


Halt mich fest (02.09.2003)

Halt mich fest,
halt mich fest
und geh nicht fort
geh niemals fort
lass mich nicht mehr allein
ich bin allein
so allein
ganz allein
ohne dich

halt mich fest
binde mich an dich
lass mich nie mehr los
halt mich fest
so fest
das ich weine
weil ich spüre
dass es dich gibt
gibt es dich?

Dieser schmerz, dieser ganze schmerz....


Das Immerzu (06.09.2003)

Wenn ich doch nur nicht lieben müsste
Wenn ich doch nur geliebt würde
Wenn ich doch nur nicht so alleine wäre
Wenn doch nur alles anders wäre

Aber das ist es nicht
Alles ist immer genau gleich wie am Tag zuvor
Es gibt kein anders, nur ein immerzu
Und keiner begreift es.

Und wenn die Welt dann stehen bleibt
Denkt jeder
Jetzt ist es endlich geschehen
Jetzt ist endlich alles anders
Und wenn die Welt sich dann weiterdreht,
ist es, als ob nie etwas geschehen wäre
niemand bemerkt den Betrug,
dass es nichts anderes gibt als nur das immerzu.

Gibt es jemanden,
der ausbrechen kann?
Wer wagt es?
Und wer, wer nimmt mich mit?
Ich will hier nicht mehr sein
Hier, im immerzu.


Joker (12.09.2003)

Hey Joker!
Wer bist du?
Hey Joker...
Wo gehst du hin,
Wo kommst du her?
Hey Joker?
Bist du frei?

Jede Karte im Spiel
Festgelegt und eng
Nur der Joker
Der ist frei
Und ungebunden
Er kann alles sein
Und jeden spielen

Alles oder nichts
Wertvoll, wertlos
Allein und doch
Bereit zu verschwinden
In der Masse

Hey Joker
Existierst du
Traumgestalt?

Kann man den lieben
Der alles ist
Und niemand eignes sein kann?

Du bist Joker
Ich bin Joker
Joker sind wir beide


Deine Augen (12.09.2003)

Braune, sanfte Wärme
Suche ich
In deinen Augen
Finde
Ein Zuhause.

Unvermittelt
Hängengeblieben
In den Tiefen
Deiner Seele
Muss ergründen
Was du bist.

Starken, festen Halt
Suche ich
In deinen Augen
Finde
Einen Freund.

Augenblicklich
Verloren
In der unendlichen Weite
Deines Ichs
Muss wissen
Wer ich war
Bevor ich du war und
Bevor ich mich
In dir verlor
Bevor ich mich fallen ließ
Um dich zu suchen.

Finde mich
In der dunklen Geborgenheit
Deiner Augen
Und weiss
Ich bin Zuhause.


Du bist (17.09.2003)

Ja oder nein
Nein oder ja?

Janein, so nicht
Oder so neinja?

Doch, doch

Doch, ich mag dich sehr
Warum?

Du bist mein bester freund
Und ein bisschen meine beste freundin
Und du bist der,
dem ich so sehr vertraue
wie sonst keinem
Und du bist der,
den ich liebe wie sonst keinen
du bist der,
den ich brauche,
so sehr brauche,
wie ich noch nie jemanden brauchte
du bist, was du bist
und sagst, was du meinst
tust, woran du glaubst
und verletzt
niemals mit Absicht
du bist nicht nur der ehrlichste Mensch
der mir je begegnet ist,
nein,
du bist auch der einzige,
der mir je soviel respekt gezeigt hat,
der mich so sehr sein lässt
wie ich bin

Deshalb bist du für mich
Unersetzbar wertvoll.
Eben der besonderste Mensch,
den ich je kennengelernt habe.

Du bist der einzige, der mich verändern darf.


Und du stehst unberührt... (09.11.2003)

Wo bin ich?
Fäden aus Einsamkeit und Schmerz,
blutrot und klebrig, grau und fad,
durchziehen meinen Geist,
der Wunsch nach Schmerz steigt im Inneren
und ich sehe dich
du stehst unberührt
und ohne Falschheit
ausserhalb des hier und jetzt
außer Reichweite....
Weißt nichts von meiner Qual
Wer bin ich?

Die Antwort:
Nichts.
Nur ein Abziehbild.
Ein Alibi, ein Glaube, eine Illusion.
Ich sterbe,
hörst du mich?
Bin schon tot
Und sterbe weiter,
jeden Tag

Und du stehst unberührt
Und unbedarft
Ausserhalb des hier und jetzt
Außer Reichweite.

Wo bin ich nur verloren gegangen?
War ich doch früher so froh
So froh zu leben
So froh sein zu dürfen
So froh über die Welt,
über mich und dich und alles.
Wo bin ich jetzt?
Verloren und verzweifelt
wie kann ich die Verzweiflung
kontrollieren?

Die Antwort:
Gar nicht.
Kontrolle ist nur eine Illusion, ein Trugschluss,
eine Idee.

Meine Seele
Nur noch reine Liebe
Und doch
Kann ich keine Liebe mehr vergeben
Habe keine Kraft mehr
Den Becher zu halten
Aus dem sie fließt.


Aus Tränen gemachte Eisblumen (15.12.2003)

Aus Tränen gemachte Eisblumen
will ich dir schenken,
in deine wunderschönen Hände legen,
betrachten,
wie sie zerfließen,
silberne Tropfen auf deiner warmen Haut,
so kalt wie der Schmerz
der in mir lauert
und mich in unbeobachteten Momenten
überfällt.


(15.12.2003)

Sonnenflecken auf dem Teppich
Salzige Spuren von Tränen auf meinem Gesicht.
Deine Hand auf ihrer
Und ich allein
Weit fort
Nichts kann mich berühren


Ein Leben ohne Dich (04.01.2004)

Gedanken
In meinem kopf
Zerstören alles
Was einmal war
Ebnen den weg
Für ein neues bild
Ein neues leben?
Ein bild auf dem man dich nicht entdecken kann!
Ein leben ohne dich!
Und doch
Eine stimme flüstert
Flüstert zweifel
Zweifel in mein herz
Ein leben ohne dich?
So kalt und leer
Der gedanke
So zerstörerisch die auswirkung
Meines tuns
Wo bist du?
Blind rase, wüte ich in mir
Blind schlage ich um mich
Alles zerstörend
Was einmal war

Wo bist du?
Habe ich dich schon getötet?
Bin ich schon leer?
Kann ich endlich von vorne anfangen?
Doch
Die stimme flüstert zweifel
Es gibt keinen anfang!
Keinen alten und keinen neuen
Es gibt kein ende!
Du brauchst nicht darauf hoffen

Plötzlich spüre ich wände
Mauern!
Sie umgeben mich!
Mauern aus unverständnis
Mauern aus hass und wut
Habe ich sie gebaut?
Verwundert presse ich
Meine hände dagegen
Sie geben nicht nach

Und ich erinnere mich
Wie ich die schmerzende liebe
Aus meinem herzen riss
Sie zu hass formte
Mit der wut vermischte
Die dein abschiedsgeschenk war
Ich erinnere mich
Wie ich sie formte
Zu harten steinen
Sie setzte
Stück an stück
Stein auf stein
Um mich herum
Und ich erinnere mich
Wie leicht sich das unverständnis anfühlte
Das dir nun gegenüberstand
Statt mir
Und nun wache ich auf
Gefangen in einem alptraum
Den ich selbst erschuf
Als schutz gedacht
Zum gefängnis geworden
Zum verhängnis geworden
Nun kann ich mich nicht mehr bewegen
Kann mich nicht mehr befreien
Kann nicht mehr atmen
Und nicht mehr schreien.


Verlorene Seelen (07.02.2004)

Soviele Unterschiede.
Eine Gemeinsamkeit nur.
Der rote Faden in unserem Leben.
Einsamkeit.
Teile ich meine Einsamkeit mit dir,
so wird sie kleiner und gleichzeitig größer.
Wie kann das geschehen?
Ich glaube, es liegt daran,
dass du da bist wenn du da bist
und dieses Dasein tut gut
und lindert die eigene Einsamkeit.
Doch gleichzeitig bist du auch nicht da,
wenn du eigentlich da bist
und ich bin auch nicht wirklich da,
wenn du und ich zusammen sind.
Denn wir können unsere Einsamkeit nicht überwinden.
Und so spüre ich sie noch viel stärker,
wenn ich bei dir bin.

Verlorene Seelen,
im unendlichen All.
So sind wir
und dass ist es,
das uns aneinander bindet
und gleichzeitig nie zusammenkommen lässt.


Beweg dich nicht (24.03.2004)

Beweg dich nicht, beweg dich nicht
dein Herz schlägt nicht wie meines

verlass mich nicht, verlass mich nicht
es wäre als würd ich selbst mich dann verlassen

jeder bleibt für immer allein
doch kann ich nicht alleine sein!

Wo beginnt es? Wo endet es?
ich fühle angst, todesangst
es verschwimmt und ich verblasse

gibt es mich?
was bin ich?
fühlt jeder mensch diesen... ruf des wahnsinns?
oder nur ich und wenige... wenige andere?
fühlst du ihn?

beweg dich nicht, beweg dich nicht
ich weiss nicht was geschieht
wenn du dich nicht bewegst
passiert nichts schlimmes... die welt
gezwungen bestehen zu bleiben

bitte halt die welt für mich an
ich will die stille fühlen
will die dunkelheit als decke um uns wickeln und
wirklich allein sein
um zwar mit dir.


Ohne Dich (25.03.2004)

wie gern hätt ich dieses gefühl..
das ich mit dir unsterblich bin...

ich fühl mich heut so leer wie nie
denn keine seele ist mehr nah bei meiner

mein verstand will sich verlieren
und ich brauch dringend eine pause
von den gedanken, die meinen kopf
in milliarden einzelteile sprengen

ohne dich?

ohne wen?

kälte kriecht mir in die glieder
durchdringt mich wie eine krankheit
schüttelfrost im tränensee
ich kann mich manchmal nicht mehr fühlen

wer?

in der einsamkeit gibt es keinen beweis
für die existenz meiner selbst
zwar lebe ich
doch nur in einer illusion
chemische prozesse im müden fleisch

wer ist da noch?

ohne dich...

tränen... töten die angst
das blut meiner seele
es fließt.... warm und samtig
salzige spuren in schmerzenden gedanken

ohne wen, der mich nicht halten will?
ohne dich...


Tod in der Eiswüste (18.04.2004)

um mich herum die eiswüste
die ich durch dich erschaffen habe
um mich herum
knirschender eissand unter mir
den ich durch dich schneien liess
unter mich

kalt ist das leben
kalt lebe ich es durch dich hindurch
ohne meine wärme spüren zu können
als schutz vor dir,
habe ich mir die wärme gestohlen

habe ich dich mich töten lassen?
nein
ich kann meinen geist hören
er ruft mich vom rand der eiswüste
er ruft und winkt
doch ich klammere mich an deinen kalten körper
und versinke im eistreibsand

es zieht mich immer tiefer
in die eiswüste
die mich sanft umfangen hält
sanft?
nein, hart und grausam
spitz und scharf
und blutig-perlend
tropft der letzte rest meiner liebe
auf das eis
unter mir,
verfärbt die kalte weißheit
rosa wie ein neugebornes
frisch gestorbenes lamm
versickert und gefriert
in kleinen spitzen nadeln

ich sehe zu
den schmerz fühle ich kaum
nur ein zittern
in der tauben seele
ich sehe zu
teilnahmslos und doch
fasziniert gefesselt
meine seele soll das sein?
so scheint sie mir nicht zu fehlen

und dann schlägt sie zu
die grausame kälte
nimmt mir die luft
stürzt mich in atemlose panik
ich schreie, will mich wehren
ich falle ins peinvolle dunkel
ich atme schmerz
ich spucke schwarzen, zähen qualm
ich trinke gefrorene luft
und liege sterbend in der höhle meines herzens
in der die weissen flecken an den wänden
nur
davon zeugen
das es mich gab
und ich hier einst wohnte

ich weine die fasern meines seins hinaus
und schließlich
bin ich fort.

und mein geist steht wie eine verwitterte statue
am rande der eiswüste
in der ich versank
und ist enttäuscht
keine illusionen mehr
durchsichtig werdend
verschwindet er langsam
im warmen licht der sonne


Traumland und Abendsehnsüchte (06.05.2004)

In Unsicherheit verharrend warteten wir
und nichts geschah
es begann sich langsam aufzulösen
der Traum schien zu schwinden
die Realität zu erwachen
da drehte ich mich,
in einem Moment der Unachtsamkeit
um, zu dir
und sah dich mit der Fremden
vertraut und strahlend
voll von unbekanntem Glück
zuerst erschrak ich
doch dann
nahmst du einen eurer zarten Küsse
und verschenktest sie
mir und deinem Freund
und ich fühlte nur noch Glück
denn alles andere war unwesentlich
und die Luft
war zu Liebe geworden


(06.05.2004)

Luftkuss in deiner Hand
einmal abgebissen und hineingeküsst,
dann weitergereicht
Vertrautheit und Friede
zwischen uns
man nennt es Glück


Spiegelbilder der Welt (30.05.2004)

Manchmal ist es einfacher in den Spiegel zu schauen
und durch ihn hindurch die Welt zu betrachten
als ihr direkt das Gesicht entgegen zu strecken
und sie in den offenen Augen aufzunehmem.

Komm, wir betrachten gegenseitig die Spiegelbilder der Welt in unseren Augen...

Ich sehe ein unglückliches Kind,
dass sich im Leben windet
als hätte es einen fiebrigen Alptraum.
Bin ich es?

Ich sehe einen traurigen Joker
der sich selbst ins Lächerliche zieht
und mit all seinem Spaß doch nur
seinem Ärger Luft macht.

Ich sehe viele, gesichtslose Menschen
in einer weiten Masse
ich sehe Millionen trauriger Kinder
und tausende leere Blicke
ich sehe dich und mich
verloren zwischen all den Einzelnen.
ohne Selbst und nur im Dasein
blind, taub, stumm und leer.
Nebeneinander stehen wir
und sehen uns doch nicht.


Gedankenvogel (30.05.2004)

Ich liege, alleine, im Gras.
Über mir der endlose Himmel.
Grenzenlos weit.
Ich schliesse meine Augen.
Stelle mir vor,
ich wäre ein Vogel, dort oben.
Ich denke mir den Wind,
der unter meinen Flügeln
Gestalt annimmt,
der mein Gewicht trägt
und meinen Anweisungen folgt.
Ich denke mir die Sonne,
die sich wie ein warmer Schleier
über meine Federn legt
und sie golden aufleuchten lässt.
Ich denke mir tropfennasse Wolkenfetzen
die mich streifen,
mein Gleichgewicht stören,
nur für einen winzigen Augenblick.
Ich denke mir das Gefühl,
wenn der Gesang zu meiner Kehle drängt
und wie ich ihn hinauslasse,
trällernd, schreiend, laut und leise.
Ich denke lange.
Dann falle ich...
falle zu Boden...
der Wind verlässt mich...
die Sonne ein greller Blitz...
die Wolken nicht stark genug
mich zu bremsen
die Erde schon viel zu nah
und dann...
schlage ich auf.
Einen endlosen, panischen Moment lang.
Schlage ich auf.
Schlage ich meine Augen auf.
Und sehe den Himmel über mir...
den grenzenlosen blauen Himmel.


Finstere Nächte (24.08.2004)

Finstere Nächte im kalten Land
so stehe ich allein vor dir
und bin nur da
und sehne mich nach Wärme
doch frage ich nicht danach
denn ich weiss
es ist ohne Sinn
drum stehe ich nur da
allein vor dir
und frage mich selbst
ob du mich siehst
ob du mich kennst
ob du Wirklichkeit bist
oder nur mein Traum.

Rabenschwarze Nacht
im eisigkalten Land
so stehe ich allein
und bin nur da
und sehne mich
doch wen soll ich fragen?
Ich weiss
es ist ohne Sinn
und so stehe ich nur da
allein
und frage mich
ob ich sehen kann
ob ich noch lieben kann
ob ich wirklichkeit bin
oder nur ein verwischtes Traumbild.


Zurückkommen (27.08.2004)

Sag mir ein Stück Trauer
und sag mir dein Stück Glück
und schenke mir ein Lächeln
und nimm mich ein Stück mit.

Und wenn ich wieder gehe,
so lass mich nicht allein
begleite mich,
ein Stück weit nur
dann lass die Weite Weite sein
und kehre heim.

In deinem Herzen trägst du mich
fortan mit dir herum
in meinem weilt ein Stück von dir
sanft glücklich und doch stumm.

Erinnerung hält mich nicht fest
Es war ein Traum, nicht mehr
Durch Wellen und durch Stein geh ich
komm nicht zurück, nie wieder her.

Das neue Leben kaum begonnen
da ruft ein Vogel,
rührt mich an,
hab kaum vergessen, wer ich war,
da holt es mich schon ein.
Ich stand nur da.

Schnell umgedreht,
zu dir gerannt
du hast mich zwar nicht mehr erkannt
doch wusste ich, dass du es warst
und blieb bei dir.
und bleibe da.


Wo sind wir jetzt? (12.09.2004)

Wo war die Sonne,
an dem Tag,
an dem wir aufgehört haben
uns zu verstehen?

Wo war der Wind,
an dem Tag,
an dem wir aufgehört haben
uns zuzuhören?

Wo war das Leben,
an dem Tag,
an dem unsere Herzen
zerbrachen?

Wo sind wir jetzt?

Sonne, Wind und Leben
haben uns verlassen
frierend,
ohne Atem stehen wir
uns fremd gegenüber
in der Leere unserer
kalten Herzen.

Wie kann ich dich berühren?
Ist der Zauber vergangen?
Die Illusion zersplittert?
Das Netz zerissen?

Ich will dich berühren,
will deinen Atem spüren,
deine Wärme halten,
und mit dir sterben,
nicht ohne dich.


Ohne Träume (30.10.2004)

So einsam.... in dieser Hülle aus Leere und ohne Halt.
So traurig.... in diesem Raum voll von Einsamkeit.

So leer.... das Leben in diesem Kreis ohne Einschnitt
So unwirklich... die Wirklichkeit im Fühlen. Lebensleer und schwer.

Die Töne füllen einen Raum, der gar nicht da ist,
legen sich als Wiegenlied des Todes um mein Handgelenk und
krallen sich fest in mein Fleisch
Blut fliesst, langsam, tropft im Schweißrythmus
blau leuchtend auf die Tasten
die sich selbst spielen und vergessen haben was sie sind.

Die Leere breitet sich in mir aus, nimmt sich
was der Sehnsucht nicht gelang zu beherrschen
Nistet in den kleinen Dingen, wird zur Lüge
zwischen uns und durch uns hindurch lügen wir unsere Welt.

Die Töne aber, sie können nicht lügen
und können es doch. Schwingen im Raum, der nicht da ist
zerstören die Lüge und schaffen sie neu
in blaudurchfluteter Illusion des Lebens

Sie erkennen mich
stürzen sich auf mich
in mich hinein
fressend, nagend, reissend
zerstören all meinen Schutz
und freunden sich an
mit der Angst meines Herzens
nehmen mich mit sich
und führen mich in den
blau schimmernden Saal
der Leere
und ich sehe in mein eigenes Gesicht

Stille ist so einsam,
umkesselt von all dem, was sich leise quälend tötet
so einsam.... in dieser leeren, haltlosen Hülle,
die sich Körper und Wahrheit nennt
und von Anfang an nur Lüge war.

Wie bin ich denn ohne dich?
Wie bin ich denn?
Gar nicht bin ich. Nicht mit dir,
nicht ohne dich, nicht allein.
In der Leere gibt es keine Liebe,
keine Hoffnung,
keinen Traum?

Ohne Träume......



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